Hallo & Herzlich Willkommen auf meinem Blog!
Ich sitze hier gerade vor der Aufgabe, meinen aller ersten Blogartikel zu schreiben & bin ehrlich gesagt ein wenig nervös Aber mal von vorne: Wer schreibt hier eigentlich?
Meistens werde ich, Viviane, hier schreiben. Ich bin 1994 in Viersen (NRW) geboren, in der Gemeinde Schwalmtal (NRW) ein wenig gewachsen & dann in Mülheim an der Ruhr (NRW) groß geworden. Nach der Grundschule bin ich aufs Gymnasium gewechselt & hab 2013 mein Abi gemacht. Im gleichen Jahr hab ich eine Ausbildung als Diätassistentin an der Uniklinik Essen begonnen, welche ich 2016 erfolgreich abgeschlossen habe. Nach 1 Jahr Berufserfahrung bin ich an die Hochschule Niederrhein & habe dort Ernährungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Ernährungs- & Gesundheitsberatung studiert. Seit August 2020 darf ich mich also zusätzlich noch Bachelor of Science nennen.
Ach & ein kleines aber für meine Patienten wichtiges Detail hätte ich fast vergessen: Ich bin außerdem zertifizierte Ernährungsberaterin d.h. du kannst bis zu 100% der Kosten bei deiner Krankenkasse geltend machen. Wie das geht erkläre ich dir gerne persönlich.
Inzwischen wohne ich mit meinem Mann & unserer kleinen gemeinsamen Tochter in einem kleinen Dorf in Landkreis Landsberg am Lech (Bayern), & arbeite selbstständig als Ernährungsberaterin. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Familienernährung, aber ich berate auch zu anderen Themen. (Schau dazu gerne mal auf meiner Webseite vorbei)
Ab und zu werden hier liebe Kollegen, Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte schreiben. Das seht ihr dann natürlich Auf der Seite "Gastautoren" bekommt auch jeder sein eigenen kleinen Steckbrief.
Wer bist du & was willst du noch über mich wissen? Welche Themenwünsche hast du?
Ich freue mich auf deine Nachricht 🧡
Bis Bald, deine Viviane
PS.: Rechtschreibung & Grammatik sind leider nicht so meine Stärke Falls ihr was findet dürft ihr mich gerne darauf aufmerksam machen oder den Fehler behalten
myHEALTHcoach & myWEIGHTcoach
Schlank werden und bleiben. Sich auch trotz vieler Termine und Verpflichtungen nachhaltig gesund ernähren, ohne auf Genuss zu verzichten. Geht nicht? Geht wohl! Genau das vermitteln die neuen Online-Kurse „myWeightcoach“ und „myHealthcoach“.
In drei Steps pro Woche werden Sie durch verschiedene Themen geleitet, die Ihnen per Text, Video oder interaktivem Check näher gebracht werden. Unabhängig der drei Steps können Sie sich beliebig oft einloggen Inhalte nochmal anschauen, neue Rezeptideen entdecken und sich im Lexikon rund um Ernährung schlau machen.
Beide Kurse stehen Ihnen zu jeder Tages- und Nachtzeit auf deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Über die Darstellung im responsive Design sind die Programme nicht nur auf dem PC oder Laptop abrufbar, sondern ebenfalls über das Tablet oder Smartphone.
Welcher „Coach“ passt zu mir?
Wer schon länger mit den Kilos kämpft und auch mit dem Jojo-Effekt seine Erfahrungen hat, der ist beim zehnwöchigen „myWeightcoach“ gut aufgehoben. Denn der myWeightcoach ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung, die dank einfacher Ampelstrategie und angepassten Portionsgrößen nicht nur satt, sondern auch schlank macht – und das mit langfristigem Erfolg.
Arbeiten, Zeit für Familie und Partner finden und Hobbies pflegen - keine Frage, der Alltag ist oft stressig. Viele greifen daher beim Essen zum schnellen süßen Snack oder zu fettigen Fertiggerichten. Doch es geht auch anders! „myHealthcoach“ zeigt in acht Wochen, wie Sie sich trotz wenig Zeit im Alltag gesund ernähren und in Kombination mit Bewegung fitter und leistungsfähiger fühlen.
Anmelden zu einen der beiden Kurse können Sie sich hier. Sollten Sie über meine Seite auf den Kurs aufmerksam geworden sein bitte ich Sie dies bei der Anmeldung anzugeben, da es sich hierbei um ein Affiliate-Marketing Angebot handelt.
Sport und Bewegung im Alltag
geschrieben von Angela Batri
Der Mensch ist von jeher auf Bewegung programmiert und vor allem Kinder haben eigentlich einen natürlichen Bewegungsdrang. Trotzdem zählt Bewegungsmangel mittlerweile bereits zur Hauptursache für Übergewicht und kann auch andere Folgen haben. So kann der Bewegungsverlust u.a. zu nachfolgenden Beeinträchtigungen führen:
- in der körperlichen Entwicklung
- Verlust von Selbstvertrauen
- Schwierigkeiten beim Lernen
- Auswirkungen auf die Gesundheit
Besonders im Vorschul- und Grundschulalter haben Kinder einen sehr hohen Bewegungsdrang, dem Eltern unbedingt unterstützen sollten. Denn in dieser Zeit werden besonders die motorischen Fähigkeiten der Kinder entwickelt.
Tipps für eine bewegte Kindheit und eine gesunde Familie:
- Bewegungsmöglichkeiten gibt es überall im Alltag, in der Wohnung, wie im Freien
- Gemeinsame Aktivitäten stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl als Familie
- Eltern fungieren als Vorbilder. Machen sie mit den Kids gemeinsame Sache, leben sie ihnen einen gesunden Lebensstil vor, den die Kleinen von Anfang an verinnerlichen
- Je nach Aktivität erleben Familien gemeinsam die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten – eine gute Möglichkeit, achtsam durch den Tag zu gehen, aus dem stressigen Alltag in Schule und Beruf auszubrechen und Familienzeit zu genießen
- Kinder sollten vielfältige Fortbewegungsarten (Hüpfen, Kriechen …) ausprobieren, das Körpergleichgewicht in verschiedenen Lagen und auf unterschiedlichen Untergründen erproben sowie körperliche Belastung und deren Wirkung auf den Körper erfahren
- Kinder lernen durch Spielen und Toben mit anderen Regeln zu akzeptieren, Konflikte auszutragen, Toleranz- und Rücksichtnahme, Absprachen zu treffen und sammeln somit grundlegende Erfahrungen mit Gleichaltrigen
- Gleichgewichtsübungen sind sehr gut für die Entwicklung des Gehirns und sind deshalb auch für das Lernen allgemein von großer Bedeutung, also öfter mal eine Balancierübung in den Spaziergang mit einbauen
- Ein gewisses Maß an Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Kindes ist wichtig, damit das Kind eigene Erfahrungen sammeln kann und Gefahrensituationen besser einschätzen kann; also auch wenn es schwer fällt „Übervorsichtigkeit" kann sich entwicklungshemmend auf die Kinder auswirken
Quellen: https://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/gesundheit/kindergesundheit/bewegung/; https://www.in-form.de/materialien/menschen-in-bewegung-bringen/; www.Bewegungsempfehlungen.de ; https://pixabay.com/de/illustrations/search/
Das Geheimnis von Leichtigkeit
geschrieben von Bettina Freding
Wenn Sie jetzt an Diät, Kalorienzählen und leichte Kost denken, werde ich Sie vielleicht überraschen. Denn dieses Mal geht es nicht ums Essen.
Mehr Leichtigkeit in den Alltag bringen - das ist heute mein Thema.
Die vergangenen Wochen haben uns allen sehr viel abverlangt. Neben den vielen Aufgaben, die wir sowieso schon zu bewältigen hatten, kamen einige neue dazu. Homeoffice, Homeschooling, Home-irgendwas. Auf jeden Fall haben wir viel, viel Zeit zu Hause verbracht, im engsten Familienkreis sozusagen – und nicht immer zur allgemeinen Zufriedenheit.
Alles unter einen Hut zu bekommen und dabei ruhig und entspannt zu bleiben war eine Aufgabe für sich, oder? Wie ist es Ihnen damit ergangen?
Viele Eltern und auch Kinder haben mir verraten, dass sie dabei nicht selten an ihre Grenze der Belastbarkeit gekommen sind.
Nun: Zum Glück ist der Stress ja jetzt erst einmal vorbei, wir können wieder nach draußen, etwas unternehmen, uns mit Freunden treffen, vielleicht sogar in den ersehnten Urlaub fahren und die Batterien wieder aufladen.
Und damit unsere Batterien auch voll bleiben und wir uns langfristig belastbar und ausgeglichen fühlen, können wir vorsorgen.
Achtsam durch den Alltag
Denn wer mit Achtsamkeit durchs Leben geht, lebt im Augenblick, nimmt sich Zeit Situationen, Dinge, und Begegnungen mit allen Sinnen zu genießen.
Wir können wieder lernen, unsere Wahrnehmung zu schulen, so wie wir das als Kind getan haben. Fühlen, riechen, schmecken, sehen, hören: ganz bewusst und intensiv.
Wieder Kind sein und Quatsch machen
Als Kinder haben wir ständig neue Sachen entdeckt, uns begeistern lassen und die Welt um uns herum einen Augenblick vergessen. Das geht auch, wenn man schon erwachsen ist. Es macht übrigens besonders viel Spaß, es ist nämlich so schön verrückt.
Na, haben Sie Lust bekommen etwas zu tun, was Sie lange nicht mehr getan haben?
Dann singen Sie doch einmal laut mit, beim Lieblingslied. Springen Sie in Pfützen und tanzen im Regen. Am „Sommerwetter“ scheitert das in diesem Jahr nicht ;-)
Und Ihre Batterie wird keine Zeit haben, sich zu entladen.
Übrigens macht das mit Kindern an der Hand besonders viel Spaß und die Kleinen werden Augen machen.
Probieren Sie es aus und berichten uns davon. Wir freuen uns auf IHRE Geschichte; gerne mit Foto.
Bleiben Sie entspannt.
Ihre Bettina Freding
Ernährung in der Schwangerschaft
Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen Wunder, dass du unter deinem Herzen trägst. Ich wünsche dir eine wunderschöne Zeit.
Falls du nicht auf Wolke 7 schwebst ist das auch völlig in Ordnung! Du musst kein Honigkuchen-Pferd-Grinsen aufsetzen, weil du glaubst, dass das deine Umwelt erwartet. Eine Schwangerschaft hat Höhen & Tiefen. Die ganzen hormonellen Veränderungen machen den Alltag nicht gerade leichter & ich weis wirklich wovon ich rede Während meiner Schwangerschaft bin ich zum größtenteils von "Nebenwirkungen" wie Übelkeit verschont worden - mal abgesehen von den ersten Wochen bis ich kapiert hab, dass ich alle 2h etwas essen muss um über den Tag zu kommen. Aber die Hormonschwankungen haben ordentlich reingehauen ich hab aus dem nix angefangen zu heulen & wenn ich was lustig fand hab ich direkt tränen gelacht.
Nun aber mal zum eigentlichen Thema: Ernährung in der Schwangerschaft
Muss man jetzt für zwei essen? Ne muss man nicht. Du hast tatsächlich erst ab der 12. Woche überhaupt einen Mehrbedarf an Kalorien & das sind 250kcal was ca. einer Scheibe Brot mit Käse entspricht. Aber du hast einen Mehrbedarf an verschiedenen Nährstoffen, die es zu decken gilt. Einen Teil deckst du ja durch dein Folsäure Präparat. Für alle anderen gilt: bei einer bunte ausgewogene Ernährung musst du dir keine Sorgen machen!
An dieser Stelle ein Hinweis: bitte nimm nur ein entsprechendes Ergänzungsmittel WENN dein Arzt/ deine Ärztin dir dieses verordnet hat!
Wie viel muss ich trinken? Mindesten 1,5 Liter, wenn es warm ist oder du Sport machst mehr.
Was hilft gegen Übelkeit? Regelmäßige kleine Mahlzeiten! Wenn dir schon übel ist können Reiswaffeln, Salzstanden oder Cracker helfen das ganze ein wenig zu lindern.
Was hilft gegen Sodbrennen? Meine Geheimwaffe waren Mandel. Es hilft aber auch ein Glas Milch oder eine Scheibe Weißbrot. Außerdem hilft es den Oberkörper ein wenig höher zu lagern damit weniger/keine Magensäure in die Speiseröhre laufen kann.
Auf was muss/sollte ich verzichten? auf rohes Fleisch, Fisch & Rohmilchprodukten. Hier besteht die Gefahr der Übertragung von Listeriose. Eine Ansteckung Ihres ungeborenen Kindes mit diesem Keim kann zur Fehlgeburt führen. Milch sollten Sie nur pasteurisiert oder abgekocht genießen. Vor allem in rohem oder schlecht gegartem Schweinefleisch können Toxoplasmen enthalten sein, die zu schweren Schäden beim Kind führen können. Außerdem: Innereien, Alkohol, Zigaretten, rohes Ei & daraus hergestellte Produkte.
Ich würde dich zusätzlich bitte aufzupassen, wenn du fertig geschnittenen Salat essen möchtest.
Was kann ich mit den Kreissaal nehmen? Ganz ehrlich ich habe versucht was zu essen & mir wurde direkt übel...ABER deswegen muss es bei dir ja nicht genau so sein. Meine Empfehlung daher sind süße Getränke & kleine Energielieferanten, die schnell gegessen werden können. Das können neben Süßigkeiten auch Obst oder Cracker sein. Spätestens, wenn ihr zurück auf dem Zimmer seit meldet sich der Hunger. Daher der Tipp: sucht euch Verpackungen aus, die man mit einer Hand öffnen kann & dinge die man dann entsprechend ein händig essen kann. Ich wollte mein kleines Wunder nämlich nicht zum essen weglegen.
Wenn du Fragen hast oder Ergänzungen schreib mir gerne :-)
Ernährung in der Stillzeit
Im heutigen Post soll es um die Ernährung während der Stillzeit gehen. Inzwischen scheiden sich die Geister, ob eine besondere Ernährungsform überhaupt notwendig ist. Es berichten aber auch immer wieder Mütter, dass sie Zusammenhänge feststellen können zwischen dem was sie gegessen haben & dem Wohlbefinden ihrer Babys.
Also liebe stillende Mami: Du kennst dein Baby am besten & deswegen kannst du das so handhaben wie es sich für dich richtig anfühlt.
Weiterhin gilt natürlich, dass du keinen Alkohol trinken darfst. Der geht nämlich auf jeden Fall in die Milch über.
Dann gibt es noch Lebensmittel, die eventuell bei deinem Kind zu Bauchschmerzen führen können dazu gehören: Zwiebeln, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Curry. Außerdem können Zitrusfrüchte einen wunden Popo begünstigen.
Bei den genannten Lebensmitteln gilt wie so oft: Die Menge macht das Gift! Manche Kinder reagieren früher, manche später & manche gar nicht.
Schreib mir doch gerne eine Nachricht & verrate mir, ob & wenn ja auf was du in der Stillzeit verzichtet hast.
Du hast übrigens in der Stillzeit einen höheren Kalorienmehrbedarf pro Tag als in deiner Schwangerschaft. Während deiner Schwangerschaft waren es ab dem 3. Monat 250 kcal (ca. 1 Scheibe Brot mit Käse) & nun sind es 500 kcal (ca. 100g Schokolade). Also wenn du das Gefühl hast du hast mehr Hunger als in der Schwangerschaft weist du nun warum ;-)
Neben dem Essen ist es super wichtig ausreichend zu trinken! Eine stillende Frau soll laut DGE mind. 2 Liter am Tag trinken. Bei Hitze & Anstrengung natürlich entsprechend mehr. Die Milchproduktion ist u.a.* abhängig davon abhängig!
*ich habe "u.a." gewählt, weil zu wenig Milch nicht unbedingt bedeutet, dass mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr das Problem gelöst ist es können auch andere Ursachen der Grund sein.
Beikoststart - eine Übersicht der Basics
Beikostreifezeichen:
- Dein Baby kann aufrecht sitzen
- Es kann den Kopf alleine halten
- Der Zungenstoßreflex ist verschwunden
- Dein Baby zeigt deutliches Interesse am Essen
- Es kann selbstständig Nahrung greifen & zum Mund führen
- Dein Baby macht Kaubewegungen
10 Tipps zum Beikoststart:
- Die feste Kost & das Essen vom Löffel sind neu & ungewohnt für dein Kind. Lass dich nicht verunsichern, wenn es nicht auf Anhieb klappt
- Das Füttern soll euch beiden Spaß machen, auch wenn gekleckert wird. Zieh dich & dein Kind entsprechend an & schütze die Umgebung
- Halte den Löffel vor den Mund & warte, bis dein Kind den Mund öffnet. Falls es den Mund nicht aufmacht gebe etwas Essen auf die Lippen, um es "auf den Geschmack" zu bringen
- Wenn dein Kind nach dem Löffel greift & ihn nicht wieder hergibt, nimm einen zweiten Löffel zum füttern ;-)
- Nimm dein Kin auf dem Schoß so in den Arm, dass das Köpfchen & Hals aufrecht sind und ihr euch anschauen könnt
- Rede mit deinem Kind ruhig & konzentriere dich ganz auf das Füttern mit dem Löffel
Hygiene rund um die Breinahrung:
Hygiene bei fertiger Gläschenkost
- nicht direkt aus dem Gläschen füttern
- nimm das aus dem Glas was auch gegessen wird
- angebrochene Gläschen können 1-3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden
- erwärmtes grundsätzlich nicht aufheben
Hygiene bei selbsthergestellter Breinahrung
- nach dem pürieren möglichst schnell runterkühlen & ggf. einfrieren
- bei -18°C ist der Brei ca. 2 Monate haltbar
- Brei erst unmittelbar vor dem füttern auftauen im Wasserbad oder der Mikrowelle
- einmal aufgetautes nicht wieder erwärmen oder einfrieren
Beikosteinführung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten in welcher Reihenfolge du den Brei einführst. Im Folgende gebe ich euch einen Vorschlag. Du musst dich aber nicht an diesen "Plan" halten er kann dir aber eine Orientierung geben. Bei Fragen oder Zweifeln melde dich gerne :-)
- ab dem 5. Monat mittags Brei
im 1. Schritt nur Gemüse, wenn das gut klappt ergänzend Kartoffeln & "abschließend" Fleisch oder Fisch ergänzen
Übrigens: du kannst dein Kind auch vegetarisch ernähren, dann musst du eisenhaltiges Getreide ergänzen wie z.B. Hirse - ab dem 6. Monat zusätzlich abends Getreide-Milch-Brei
- ab dem 7. Monat zusätzlich nachmittags Getreide-Obst Brei
- ab dem 10. Monat zusätzlich Brot oder Müsli vormittags
Alle nicht erwähnten Mahlzeiten werden weiterhin durch Muttermilch oder Pre-Milch ersetzt.
Breiarten
Grundrezepte findet ihr übrigens hier :-)
- Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei
geeignetes Gemüse: Karotten, Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Fenchel, Pastinake, Zucchini
geeignetes Fleisch: Rinderhack, Tafelspitz, Putenbrust, Hähnchenbrust, mageres Lammfleisch, mageres Schweinefleisch - vegetarischer Brei
- Vollmilch-Getreide-Brei
geeignetes Getreide: alles was du magst :-) auf glutenhaltiges zu verzichten hilft übrigens nicht zur Allergie-Prävention - Getreide-Obst-Brei
geeignetes Obst: Banane, Apfel, Avocado, Erdbeere, Birne, Pflaume, Melone
Baby-lead Weaning - Selbstbestimmter Beikost-Start
Was bedeutet BLW?
BLW steht für Baby Lead weaning. Das bedeutet, dass dein Baby selbst entscheidet wie viel es vom Familientisch mit isst. Du bietest ihm also verschiedene gesunde Lebensmittel an, wenn die Reifezeichen erfüllt sind & dein Baby entscheidet selbst was es zusätzlich zur Muttermilch/Flasche essen möchte.
Wann darf ich damit anfangen?
Hier gelten die gleichen Reifezeichen wie bei der "normalen" Beikost. Die Hand-Mund-Koordination spielt allerdings hier eine besondere Rolle, da dein Baby alleine essen darf.
Lebensmittelauswahl - ungeeignete Lebensmittel
- ganze Nüsse
- Salz & salzhaltige Speisen
- Zucker & Zuckeraustauschstoffe
- Honig & Ahornsirup
- kleine runde & harte Lebensmittel
- prallelastische Lebensmittel im Ganzen z.B. Trauben oder Tomaten
- Salat & Blattgemüse solange keine Backenzähne da sind
- rohes Fleisch oder roher Fisch
Das ist wirklich nur eine kurze Info. Für mehr schaut mal hier bei Breifreibaby rein!
Ernährung im Seniorenalter
geschrieben von Susanne Klein
Wir sind groß, klein, dick oder dünn und haben verschiedene Hautfarben. Wir sind männlich oder weiblich aber eine Sache haben wir gemeinsam, wir werden nicht jünger. Im Gegenteil, wir werden von Minute zu Minute älter. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir irgendwann so Alt, dass man uns Senioren nennt. Was wenn wir oder unsere Liebsten dann plötzlich stark abnehmen oder immer häufiger krank werden?
Beispielhafte, spezifische Ernährungsprobleme des Alters:
- Mangelernährung
- Schluckbeschwerden,
- der Nährstoffbedarf bleibt aber der Grundumsatz sinkt.
- Dehydratation – Durch vermindertes Durst Gefühl, durch vergessen, durch Schluckbeschwerden.
- Appetitverlust und/ oder Abgeschwächte Sensorische Funktionen (Riechen und Schmecken)
Wenn wir in unserem Familienkreis eine(n) SeniorIn haben, bemerken wir oft zu spät, dass eine Mangelernährung vorliegt. Es gilt also wachsam zu sein! Wenn der Opa in 2 Wochen 4 Kg Körpergewicht verloren hat, dann ist das alarmierend und es sollte gehandelt werden.
Zunächst kann der Arzt ermitteln ob ein organisches Problem vorliegt und ein Blutbild veranlassen. So kann man sehen welche Vitamine oder Mineralstoffe eventuell fehlen.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten dem Mangel entgegen zu wirken. Maltodextrin oder Fresubin zum Beispiel. Maltodextrin ist ein Kohlenhydrat-Pulver zur Anreicherung von Speisen und Getränken, es ist leicht löslich, Geschmacksneutral und nicht Konsistenzverändernd. Fresubin nutze ich bei meiner Arbeit, wenn ich passierte Kost für meine Bewohner herstelle. Es ist sowas wie ein Milchshake. Ich habe eine neutrale Variante die ich sowohl Süß als auch herzhaft einsetzen kann. Ich gebe es zum Beispiel einfach dem Gemüse hinzu, bevor ich dieses nach dem pürieren andicke und wieder in Form bringe.
So kommen wir auch schon zum nächsten Tipp: Finde heraus ob eventuell eine Schluckstörung vorliegt. Man kann wirklich alles pürieren. Ich püriere selbst Heringsstipp und rote Beete. Ja du denkst jetzt sicher „Ieeeh pürierter Hering“ aber denk mal nach, was ist deine Leibspeise? Stell dir vor es wäre Heringsstipp, wie glücklich wärst du diesen Geschmack ermöglicht zu bekommen. Ich bringe das Passierte Essen nach dem zerkleinern mit einem Andickungsmittel „Thick & Easy®“ oder „Thicken Up®“ wieder in die ursprüngliche Form. Das heißt ich püriere eine Bratwurst und gebe die Masse in eine Bratwurstform. Diese friere ich über Nacht ein und kann am nächsten Tag Gefrierbeitel mit den fertigen Würsten füllen und diese bei Bedarf wieder ausfrieren und erwärmen. Wichtigster Hinweis hierbei, Das Auge isst mit! Das stimmt in diesem Fall mehr als zuvor. Willst du gerne drei Farblose Häufchen auf deinem Teller? Oder willst du ein Fleisch in Kotelett-Form, Möhren in Möhrenform und Kartoffelpüree mit einer Spritztülle gespritzt und dazu eine leckere Soße?
Eine hohe Nährstoffdichte wählen: Verwende Vitaminreiche und Mineralstoffreiches Gemüse und Obst. Wenn der Bedarf darüber nicht zu decken ist, können Mixgetränke oder industriell hergestellte Trinknahrungen Abhilfe schaffen.
Wenn ein Mensch zu wenig trinkt oder isst, aufgrund von Demenz oder Schluckstörungen gibt es auch hier zahlreiche Tipps, die Demenz würde den Rahmen hier sprengen. Deshalb nur kurz angerissen;
- Getränke in geeigneten Trinkgefäßen bereitstellen
- Diverse und unterschiedliche Angebote schaffen (Malzbier, Trinkjoghurt, Säfte)
- Hilfestellung anbieten oder ggf. andicken
- Alkoholische Getränke als Appetitanreger (Medikation dabei aber beachten!)
- Fingerfood Stationen auf den Laufwegen der betroffenen verteilen oder neben Lieblingssessel platzieren.
- Geeignetes Essbesteck (Rutschfeste Teller, dicke Griffe…)
Ich hätte noch soviel zu berichten und beim schreiben fallen mir auch einige parallelen zur Ernährung kleiner Kinder auf. Ich wünsche dir, dass du meine Tipps nicht brauchst und wenn doch, dass du sie mit Freude anwenden kannst. Bei fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Denk immer dran. Essen ist Leben und das Leben ist bunt.
Quellen: Kasper, H. (2009). Ernährungsmedizin und Diätetik (11. Aufl.) Elsevier GmbH - Urban & Fischer München.
Höfler E., Sprengart P. (2012). Praktische Diätetik (1. Aufl.). Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.
Abnehmen durch vegane Ernährung?
geschrieben von Stefanie Baumgart
„Mich Vegan ernähren? Das ist doch extrem, sowas könnte ich nie!“
So oder so ähnlich denkt ein Großteil der in Deutschland lebenden Personen und doch entscheiden sich immer mehr für eine rein pflanzliche Ernährung. Was vor einigen Jahren noch die seltene und häufig unverstandene Ausnahme war, ist mittlerweile ein beliebter Ernährungstrend, der vor Allem Jugendliche und junge Erwachsene begeistert. Für viele Menschen ist es aber noch mehr als das, es ist ein Lebensstil, der meist über das Essen hinausgeht und viele verschiedene und individuelle Gründe als Ursache haben kann. Auch das Thema Abnehmen hat an Beliebtheit und Nachfrage nicht verloren. Die Frage ist jedoch, kann man mit veganer Ernährung überhaupt abnehmen oder hilft es sogar dabei? Das möchte ich dir hiermit kurz und knackig zusammenfassen.
Wenn man an eine pflanzliche Ernährung denkt, kommt meist zuerst der Gedanke auf, dass man dann nur noch Gemüse und Salat isst. Somit entstand auch der Mythos, dass man mit veganer Ernährung automatisch abnehmen würde. Grundsätzlich muss dazu aber gesagt werden, dass eine vegane Ernährung nicht automatisch gesund und kalorienarm ist. Denn auch in der Fast Food-Welt gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an veganen Produkten, die mit viel Fett, Zucker und Kalorien daherkommen. Zudem gibt es auch viele vegan lebende Menschen, die über ihren Hunger hinaus essen und somit zunehmen. Kurzum, nicht die Ernährungsform ist entscheidend, sondern dass, was du aus ihr machst!
Wie schafft man es also vegan abzunehmen?
- Es fängt damit an, dass du ausreichend viel ungesüßte Getränke trinkst wie beispielsweise Wasser oder ungesüßte Tees.
- Des Weiteren solltest du viel Gemüse in deine Mahlzeiten einplanen (insbesondere ballaststoffreiche Gemüsesorten wie z. B. Karotten, Broccoli, Erbsen und viele Weitere). Denn Ballaststoffe halten dich länger satt und vermeiden somit Naschereien zwischendurch.
- Für Obst gilt das Gleiche: Achte vor Allem auf ballaststoffreiche Sorten wie z. B. Beeren, Kiwi, Birne, Apfel usw..
- Wenn du Nudeln, Brot, Toast oder Reis einsetzen möchtest, greife vorzugsweise auf Vollkornvarianten zurück, da auch diese lange Satt halten!
- Um schneller und länger satt zu sein hilft es auch, in jede Mahlzeit etwas Eiweißreiches einzusetzen! Hervorragend eigenen sich dafür Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Erbsen aber auch Kartoffeln, Sojaprodukte (wie Tofu, Sojajoghurt, Sojamilch usw.) und wie bereits genannt Vollkorngetreideprodukte (Haferflocken, Vollkornnudeln, -reis, -brot, -toast).
- Auch Nüsse und Samen kannst du in moderaten Mengen gerne einsetzen um beispielsweise dein Frühstück aufzupeppen! Aber achte hierbei darauf, dass du nicht zu große Mengen davon isst, da in ihnen viel (aber oft auch sehr gesundes) Fett steckt.
- Achte auf Abwechslung in deinem Speiseplan um verschiedene Nährstoffe abzudecken! Dass schaffst du beispielsweise durch einen stets farbenfrohen und bunten Teller.
- Natürlich sollte auch beim veganen Abnehmen die Bewegung nicht fehlen! Hierbei geht es jedoch nicht um Leistungssport oder gezwungene Fitnessstudio-Besuche, sondern vielmehr darum, dass du Bewegung in deinen Alltag einbaust und Spaß daran hast!
- Auch dein Essverhalten solltest du mal unter die Lupe nehmen oder dir dazu durch eine Ernährungsberatung helfen lassen. Denn wenn du langfristig und ohne Verlust an Lebensqualität abnehmen möchtest, solltest du deine persönlichen Gewohnheiten und Marotten kennen und diese gezielt angehen.
- Lasse außerdem regelmäßig deine Blutwerte untersuchen, um mögliche Mängel aufzudecken und diesen entgegenzuwirken! Auch hierbei ist eine Ernährungsberatung goldwert!
Vegane Ernährung – worauf muss ich achten?
geschrieben von Carina Neuhausen
Kein Fleisch, kein Fisch, keine Milchprodukte, keine Eier und kein Honig – bleibt da überhaupt was übrig?
Ja, und zwar ganz schön viel!
Eine vegane Ernährung ist keineswegs mit Verzicht verbunden. Ich habe sie vielmehr als Bereicherung wahrgenommen, weil ich dadurch das Kochen und Backen für mich neu entdeckt habe. Seit über 5 Jahren ernähre ich mich schon rein pflanzlich und ich liebe es, neue vegane Rezepte auszuprobieren und die ganze pflanzliche Lebensmittelvielfalt zu entdecken. Die Umstellung auf eine vegane Ernährung fällt dem Einen vielleicht leichter als dem Anderen – sie ist aber gar nicht so kompliziert wie man denkt. Wichtig ist, dass du nicht einfach alles Tierische weglässt, sondern dich bunt und vielseitig ernährst.
Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser und ungesüßten Getränken wie Tee und Kaffee, bilden Gemüse und Obst die Basis. Hinzu kommen Kartoffeln, Getreideprodukte (z.B. Reis, Brot, Nudeln, Haferflocken, Bulgur, Couscous,…) und Pseudogetreide (z.B. Quinoa oder Buchweizen). Um möglichst viele Nährstoffe aufzunehmen, eignen sich dabei die Vollkornvarianten.
Als Veganer*in wird man oft gefragt, woher man denn seine Proteine bekommt. Ganz einfach: Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen und Linsen), sowie Sojaprodukte (z.B. in Form von Tofu, Tempeh, Soja-Drink, -Joghurt, -Schnetzeln oder -Granulat) und Seitan.
Eine Handvoll Nüsse und Samen am Tag und etwas Öl versorgen dich mit gesunden Fetten. Reich an wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind z.B. Walnüsse und Leinsamen und daraus hergestellte Öle, die in der kalten Küche (z.B. zur Herstellung von Salatdressings) eingesetzt werden sollten.
Was allerdings nicht in ausreichender Menge in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten ist, ist Vitamin B12. Da die Körperspeicher für Vitamin B12 über mehrere Jahre halten, bekommst du nicht sofort einen Mangel, wenn du dich vegan ernährst. Trotzdem solltest du über Nahrungsergänzungsmittel eine regelmäßige Aufnahme von Vitamin B12 sicherstellen.
Auch Vitamin D kommt kaum in Pflanzen vor, allerdings kann unser Körper es mithilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Im Winter reicht die Zeit, in der wir in der Sonne sind, nicht aus. Dann können ggf. nach ärztlicher Rücksprache Vitamin D-Tabletten eingenommen werden. Am besten lässt du einmal jährlich deine Blutwerte prüfen, um Defizite auszuschließen.
Weil Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln vom Körper nicht so gut aufgenommen und verwertet werden kann, solltest du eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin C-haltigen Lebensmitteln kombinieren, z.B. Haferflocken mit Obst oder Hirse mit Paprika.
Anstelle von Milch als Calciumquelle kannst du grünes Gemüse wie Brokkoli oder Grünkohl und Nüsse und Samen wie Mandeln oder Sesam essen. Auch Leitungs- und Mineralwasser enthalten teilweise hohe Mengen an Calcium. Vielen Milchersatzprodukten, z.B. Soja-/Mandel-/Hafer-/Kokos-Drink oder -Joghurt, wird Calcium zugefügt.
Durch den Verzicht auf Fisch und Milchprodukte wird ggf. weniger Jod aufgenommen. Schau‘ am besten mal nach, ob du bereits jodiertes Salz zuhause verwendest und lass‘ evtl. deine Schilddrüsenhormone vom Arzt untersuchen.
Die genannten Vitamine und Mineralstoffe können (mit Ausnahme von Vitamin B12) daher auch mit einer abwechslungsreichen veganen Ernährung abgedeckt werden.
Für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und in der Schwangerschaft und Stillzeit wird eine vegane Ernährung von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bislang nicht empfohlen, weil hier der Nährstoffbedarf erhöht ist. Deshalb müsste die Ernährung dann besonders gut geplant sein. Ansonsten kannst du es ruhig lockerer angehen – probiere gerne mal ein veganes Gericht aus. Wie wäre es mit einem leckeren Kichererbsencurry, Chili sin Carne oder Ofengemüse mit Hummus? Gehe bei einer Umstellung in deinem eigenen Tempo vor, denn auf etwas „verzichten müssen“ solltest du nicht. Ich wünsche dir viel Spaß beim Experimentieren mit Lebensmitteln und Gewürzen, die dir bislang vielleicht noch gar nicht bekannt waren und freue mich auf deine Rückmeldungen und Fragen!
Quellen:
Leitzmann, Claus; Keller, Markus; Weder, Stine (2018): Veganismus. Grundlagen, Vorteile, Risiken. 1. Aufl. München: C.H. Beck (Beck'sche Reihe, 2885).
Richter, Margrit; Boeing, Heiner; Grünewald-Funk, Dorle; Heseker, Helmut; Kroke, Anja; Leschik-Bonnet, Eva et al. (2016): Vegane Ernährung. Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. In: Ernährungs Umschau 63 (4), S. 92–102.
Weder, Stine; Schaefer, Caroline; Keller, Markus (2018): Die Gießener vegane Lebensmittelpyramide. In: Ernährungs Umschau 65 (8), S. 134–143.
Ernährung beim Gestationsdiabetes mellitus
geschrieben von Carina Bark
Der Gestationsdiabetes mellitus, kurz GDM, ist eine Glukosetoleranzstörung. Diese Stoffwechselstörung wird anhand eines 75g-oraler Glucosetoleranztests diagnostiziert und zeigt einen länger erhöhten Blutglukosewert nach Aufnahme des Zuckers, als bei einem gesunden Stoffwechsel. Die Bezeichnung GDM beruht auf der Tatsache, dass der Diabetes mellitus erstmals in der Schwangerschaft auftritt. 2012 wurde das Screeningverfahren zur Feststellung des GDM fest als Präventionsmaßnahme in der Schwangerschaft integriert. 2016 zeigten die Screeningdaten bereits, dass 5,38% der Schwangeren in Deutschland einen GDM entwickeln. Mittlerweile weiß man die Anzahl der Betroffenen ist steigend. Also falls du gerade selbst ein positives Testergebnis erhalten hast, soll dieser Fakt dir zeigen: Du bist nicht allein! Natürlich wäre es schöner, du müsstest dich nicht mit dem GDM auseinandersetzen. Ich möchte dir aber helfen, die Diagnose positiv zu sehen und darlegen, dass kleine Veränderungen im Alltag eine positive Wirkung zeigen. Das Screeningverfahren wurde eingeführt, um Komplikationen aufgrund des GDM vorzugebeugen und du somit eine gesunde Schwangerschaft für dich und dein Kind führen kannst. Also ist es umso besser, dass der GDM erkannt wurde und eine Behandlung erfolgen kann. Im Folgenden möchte ich dir dafür die konventionelle Therapieform näher bringen. Unter der konventionellen Therapie versteht man eine Umstellung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens mit gleichzeitiger Kontrolle der Blutglukosewerte. Ziel ist es einerseits möglichst normnahe, schwangerschafts-spezifische Blutglukosewerte und ein zeitgerechtes Wachstum des Kindes zu erzielen, andererseits eine exzessive Gewichtszunahme der Mutter, sowie Komplikationen bei der Entbindung zu vermeiden. Die Kontrollen der Blutglukosewerte erfolgen in der Regel nüchtern und je 1 Stunde nach einer Hauptmahlzeit. Je nach Werten kann der/die Diabetologe/Diabetologin die Messung erweitern oder reduzieren. Mit Hilfe der richtigen Lebensmittelauswahl und Alltagsbewegung lassen sich die Ergebnisse der Werte positiv von den Schwangeren beeinflussen. Anhand der konventionellen Therapie schafft es 70-90% der Betroffenen eine zielgerechte Stoffwechseleinstellung zu erreichen und eine medikamentöse Therapie zu vermeiden. Deswegen ist eine genauere Beleuchtung der Lebensmittelzusammenstellung sinnvoll. Betrachten wir zuerst die Mahlzeitenanzahl gelten folgende Empfehlungen: 3 Hauptmahlzeiten mit 2 Zwischenmahlzeiten über den Tag verteilt. Den meisten Schwangeren fällt es mit mehreren, teilweise kleinen, Mahlzeiten am Tag leichter die Blutglukosegrenzwerte einzuhalten. Eine 3. Zwischenmahlzeit kann optional als Spätmahlzeit eingenommen werden unter Berücksichtigung der Auswirkung auf den Nüchternwert am nächsten Morgen. Bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten solltest du immer im Kopf behalten, dass es sich um eine Ernährungsumstellung und nicht um eine Diät handelt. Um eine zu starke Einschränkung zu vermeiden, sind Kohlenhydrate in den Hauptmahlzeiten wichtig. Dies klingt zuerst paradox, denn die Kohlenhydrate sind die Lebensmittelbestandteile, die eine Blutglukoseerhöhung nach sich ziehen. Lässt du die Kohlenhydrate allerdings weg raubst du deinem Körper seine Hauptenergiequelle und die Fettverbrennung beginnt. Was vor der Schwangerschaft gut war, um Gewicht zu reduzieren, sollte in der Schwangerschaft vermieden werden, da dein Kind mit den Abfallprodukten aus der Fettverbrennung nicht umgehen kann. Aus diesem Grund sollten 40-50% deiner verzehrten Lebensmittel aus Kohlenhydraten bestehen. Damit aber gleichzeitig die Blutglukosewerte nach dem Essen nicht über die Zielwerte hinausgehen, sollten schnellverwertbare Kohlenhydrate, wie folgt, vermieden werden.
- Weißmehlprodukte, wie Weißbrot, Toast, Graubrot oder Mehrkornbrot
- Nudeln oder Reis
- Fertigmüsli mit Trockenobst oder Honigcrunch
- Getränken mit Zucker oder Honig, wie Limonade, Säfte oder gesüßtem Tee
- Süßwaren, Kuchen oder Gebäck
- Obst, Trockenobst und aus Obst hergestellte Produkte, wie Kompott
- Milch als Getränk oder Mittel bei Sodbrennen
- Natur- oder Fruchtjoghurt
Im ersten Moment klingt dies nach einer starken Einschränkung, jedoch kannst du die Lebensmittel ganz einfach durch Kohlenhydrate ersetzen, die langsamer vom Körper verarbeitet werden und somit einen geringeren Blutglukoseanstieg nach sich ziehen. Natürlich kannst du auch auf Lebensmittel zurückgreifen, die gar keine Kohlenhydrate enthalten. Dazu zählen Lebensmittel mit einem hohen Eiweiß- oder Fettanteil. Sie wirken sich nur in seltenen Fällen indirekt auf die Blutglukosewerte aus. Wichtig hierbei ist nur, dass Eiweiß und Fett nicht nur aus tierischen, sondern auch aus pflanzlichen Produkten zugeführt wird. Der Eiweißanteil sollte sich dabei aus rund 20%, der Fettanteil aus rund 30-35% der verzehrten Lebensmittel zusammensetzen. Der höhere Ballaststoffanteil der langsam verwertbaren Kohlenhydratträger, sowie Eiweiß und Fett erzeugen zusätzlich ein längeres Sättigungsgefühl. Somit hast du die Wahloptionen, trotz vermeidlicher Einschränkungen, eine gute Gestaltung der Portionsgrößen zu erzielen und damit das Gefühl des Verzichtes zu minimieren. Nachfolgende Beispiele verdeutlichen, wie sowohl Kohlenhydrate ausgetauscht, als auch Eiweiß und Fett integriert werden können. Nutze anstatt Weißmehlprodukten, Nudeln und Reis möglichst Schwarzbrot/ Vollkornbrot, Haferflocken in kleinen Mengen, Vollkornnudeln und Naturreis. Als Getränke eignen sich Wasser mit frischer Zitrone, Pfefferminze oder Ingwer, ungesüßter Tee und in Ausnahmefällen kleine Mengen an süßstoffhaltigen Limonaden. Ein kompletter Verzicht von Süßwaren und Obst ist meist nicht erforderlich, wenn diese Lebensmittel in einer Hauptmahlzeit integriert oder als Dessert verzehrt werden. Die Grenzwerte lassen sich bei einer Kombination allerdings leichter bei Mittag- und Abendessen einhalten, als beim Frühstück. Trotzdem gilt, je weniger Süßigkeiten, desto besser. Naturbelassene Nüsse sind ein guter Ersatz, da viele einen süßen Geschmack mit sich bringen. 200g Obst, aufgeteilt auf mehrere Portionen, stellen das Tageslimit dar. Alternativ kannst du auf sämtliche Gemüsesorten zurückgreifen, damit weiterhin ausreichend Vitamine aufgenommen werden. Als Milchersatzprodukte eignen sich im Allgemeinen ungesüßte pflanzliche Alternativen, wobei vorwiegend der Mandeldrink Sodbrennen vorbeugen kann. Joghurt lässt sich sehr gut durch Quark ersetzen. Wenn du nun reine Eiweiß- und Fettquellen wie Fisch, Fleisch, Wurst und Käse, sowie Eier, Öle, Butter und Margarine ergänzt, komplettierst du die Mahlzeiten so, dass sämtliche, bisher genannten, positiven Effekte erreicht werden können.
Abschließend ist es wichtig die bereits erwähnte Bewegung nicht zu vergessen. Am besten sind 30-60 Minuten am Tag. Eine Mischung aus Alltagsbewegung wie Treppensteigen und Haushalt, sowie aus längeren Spaziergängen oder aus, auf die Schwangerschaft abgestimmten, Sportübungen wäre ideal. Du kannst durch gezielt eingesetzte Bewegung sowohl die Nüchtern- als auch die Blutglukosezielwerte nach einer Mahlzeit leichter einhalten und die allgemeine Stoffwechsellage verbessern.
Ich hoffe, meine Tipps erleichtern dir den Umgang mit dem GDM und ich wünsche dir einen gesunden Verlauf deiner Schwangerschaft!
Quellen:
Kleinwechter,H.; Laubner, K. (2019), Konservative und medikamentöse Therapie des Gestationsdiabetes mellitus, Der Diabetologe 2019, 15, S.710-716
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/057-008l_Gestationsdiabetes-mellitus-GDM-Diagnostik-Therapie-Nachsorge_2019-06.pdf#page38 Zugriff 17.10.2021
Lieblingsrezepte
Na hier gelandet, weil Döppekooche & Sauergehaktes dir unbekannt sind? ;-) Cool, das neugierig bist & Lust auf was neues hast. "Leider" kann ich dir nur ein Rezept verlinken, denn das andere ist tatsächlich eine "Erfindung" meines Papas aus seiner Studentenzeit.
zum rheinischer Döppekooche geht´s hier. Eine vegane Variante habe ich übrigens auch gefunden, aber noch nicht ausprobiert. Mir schmeckt es übrigens besser, wenn die Kartoffeln etwas gröber geraspelt sind & dazu gibt´s Apfelmus.
Sauergehacktes (Rezept frei Schnauze)
- Reis, Sauerkraut, Hackfleisch
- Schmand & Cremé Fraîche
orientiert euch bei den Mengen einfach an den für euch üblichen Personenmengen.
Den Reis kochen, das Hackfleisch anbraten. Alles miteinander vermischen & abschmecken. Wir schmecken alles mit Salz, Pfeffer & Knoblauch ab. Das war´s auch schon :-D sieht nicht besonders lecker aus gehört aber zu meinen absoluten Soulfood Gerichten.
Ich würde mich freuen, wenn du mir dein Lieblingsrezept schickst. Dann können wir eine tolle Sammlung von Soulfood Rezepten zusammenstellen :-)
Solange es keine medizinische Diagnose gibt musst du auf KEIN Lebensmittel verzichten
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